Donnerstag, 25. August 2016
  • Partner







  • [FC]

  • Status

  •      
    Besucher
    Heute: Besucherzähler steigend zum Vortag92
    Gestern: 89
    Rekord: 366
    Gesamt: 157515
    Details: anzeigen
    Alle User: 87
    Seitenzugriffe
    Heute: 701
    Gestern: 355
    Gesamt: 2982934
    Angriffe: 0
    Online seit: 27.04.2010
  • Jetzt Online (0)
    Haupt-Admin Online
    Admin Online
    Moderator Online
    Member Online
    User Online
    Gäste Online
    7
    Zuletzt Online (0)
    Heute 25.08.2016
    Gestern 24.08.2016
  • Zum Auf- und Zuklappen bitte klicken Content-Stats
 
Willkommen auf der HellFire~> Motorrad Info Page


In unregelmäßigen Abständen findest Du hier:

- News zu Motorrädern
- News zu Motorrollern
- News zu Motorradbekleidung, Helme und co.
- Diskutiert mit uns in unserer Laberecke oder im Forum
- Dies hier ist eine reine Hobby Homepage
- Unser Ziel ist es auch über unbekannte Hersteller zu berichten.

HellFire~> Motorrad und mehr....





HellFire~> » Zongshen RX-3 250i [Test, Fahrbericht, Piaggio, Joint Venture, Deutsch]
HellFire~>

Zongshen RX-3 250i [Test, Fahrbericht, Piaggio, Joint Venture, Deutsch]
13.08.2016 - 18:31 von Potato




Einmal Sushi süß-sauer bitte……

Wer kennt hier eigentlich die Marke Zongshen?

Dachte ich mir, obwohl Zongshen schon seit Jahrzehnten ein Joint-Venture mit der italienischen Marke Piaggio betreibt und fast alle kleinen Piaggio / Vespa Motorroller mit einem Motor von Zongshen ausgerüstet sind, bleibt die Marke Zongshen hier in Deutschland nahezu unbekannt. Mmmh da sieht man mal wieder was bei vielen Marken im Hintergrund so läuft, der Kunde bleibt im Dunkeln und das ist meistens auch gut so, denn diese Tatsache schützt den jeweiligen Händler vor sinnlosen Diskussionen mit der Kundschaft.

Aus dem oben genannten Joint-Venture ist bereits vor Jahren die Zongshen RX-3 250i entstanden und erzeugt beim Betrachter ein Bild das sehr wohl auch Chinesen in der Lage sind sehr gute Motorräder zu bauen, denn die Verarbeitungsqualität ist auch auf den zweiten oder dritten Blick noch sehr hoch. Die viel zitierten grottenschlechten chinesischen Schweißnähte sucht man an der RX 3 vergebens, auch die allzeit bemängelte schlechte Lackqualität ist an der Zongshen nicht nachzuweisen, außer ein paar kleineren Lackeinschlüssen auf dem Tank, die man mit der Lupe suchen muss, ist da nichts zu bemängeln.



Dem aufmerksamen Betrachter fällt auf dass das hintere Federbein in der Druck- sowie in der Zugstufe einstellbar ist und dass die Vorderachse mit einer hochwertigen Upside-Down Gabel geführt wird. Einzig die merkwürdigen Reifengrößen bringen den Betrachter auf den zweiten Blick zum grübeln, vorne 100/90-18, hinten 150/90-15 sind keine standardisierten Enduro Reifengrößen, schon irgendwie eigenartig die Chinesen, denn diese Größen beschränken die Reifenwahl hier in Deutschland doch beträchtlich.

Tipp: Eine empfehlenswerte Reifenkombination gibt es vom Reifenwerk Heidenau.

Nun endlich aufsitzen und Zündung an, das schicke Instrument geizt ein wenig mit Informationen, die RX3 zeigt da wirklich nur die nötigsten Dinge an, die da wären: Drehzahl, Geschwindigkeit, Uhrzeit, Tankinhalt, Motortemperatur, Kilometerstand und einen Tageskilometerzähler. Als Kontrollleuchten dienen hier die üblichen Verdächtigen, dazu gesellt sich noch eine Motorkontrollleuchte, denn die RX-3 bietet eine Einspritzanlage von Delphi mit Lambdaregelung und der Abgasnorm Euro 3. Das Instrument lässt sich auf Wunsch mit dem passenden Knopfdruck auf die Anzeige per Meilen einstellen, in Deutschland ist das nicht nötig, so spart der Hersteller allerdings ganz einfach eine zweite Firmware für das Instrument ein. Oh sorry, jetzt habe ich fast die im Instrument vorhandene Gang-Anzeige unterschlagen, die gibt es nämlich auch noch.



Vorne und hinten findet der Fahrer eine Scheibenbremsanlage mit einer Bremsscheibe, diese wurden jeweils mit einem Schwimmsattel gepaart. Ein ABS gibt es noch nicht, hier verspricht der Hersteller allerdings für das Jahr 2017 eine Lösung. Die dann ebenfalls geforderte Euro 4 Schadstoffgrenze sollte für den eingebauten Motor ebenfalls kein Problem darstellen. Trotzdem die Bremse wie eben bemerkt kein ABS bietet ist die Bremsleistung doch sehr gut, die Bremse kommt mit der possierlichen Leistung der RX problemlos zurecht und die Fuhre kommt somit schnell zum stehen, die Druckpunkte sind prima.

Der hochglanzpolierte Alulenker mit Standartdurchmesser 22 Millimeter macht optisch schon was her und auch die Schaltereinheiten sehen sehr gut aus. Der anschließende Schaltertest fällt dann auch sehr positiv aus und liegt absolut auf japanischen Niveau, überhaupt wirkt die RX sehr japanisch, selbst die Kunststoffteile fühlen sich nach Honda, Yamaha und Co. an, fein fein sage ich da nur, das ist ja schon mal prima.




Die Füße ruhen auf Fußrasten die mit einer Gummierung in der Mitte der selbigen ausgestattet sind, so etwas ist gut denn Schwingungen haben somit weniger Chancen die Füße des Fahrers und die des Sozius auf Dauer einzuschläfern. Bei dem Scheinwerfer handelt es sich um einen durch eine integrierte blaue Linse so genannten 3D Scheinwerfer, was da nun 3D sein soll kann ich allerdings nicht so wirklich beantworten, mit der nicht beleuchteten blauen Linse sieht das Ganze auf jeden Fall recht neckisch aus.



Nun endlich den Starterknopf drücken, nach nur wenigen Umdrehungen erwacht der kleine Einzylinder zum leben und erinnert mit seinem Klang eher an eine Singer Nähmaschine als an einen Motor, ja der Spruch ist gemein aber was soll schon aus einem 250 ccm kleinen Triebwerk herauskommen? Die Kupplung erzeugt unbetätigt leichte Klappergeräusche im Leerlauf, diese verschwinden sobald der Kupplungshebel gezogen wird. Zwischen Kupplungskorb und Lamellen ist also reichlich Spiel vorhanden, Klemmen geht somit nicht wirklich, allerdings muss man mit diesem leichten Arbeitsgeräusch leben. Der Motor selbst läuft mechanisch sehr angenehm rund und ist frei von metallischen Nebengeräuschen, schön schön, dann mal los.

Ich trete den Aluschalthebel nach unten und rolle los, die Gänge rasten hörbar ein und lassen sich mechanisch völlig unproblematisch einlegen. Zum zügigen losfahren muss ordentlich Gas gegeben werden denn ein Drehmoment liegt unter 4000 upm nicht wirklich an. Ein bekannter Nachteil bei solch hubraumschwachen Motoren, dieser Motor lebt halt von Drehzahlen so wie auch alle anderen in dieser kleinen Hubraumklasse. Wird der Gasgriff mehr als 1/2 geöffnet gesellt sich zum Nähmaschinen-Sound ein dumpfes Tigerbaby Gebrüll aus dem Luftfilterkasten hinzu, welches sich sehr gut anhört und mich an alte Einzylinderzeiten erinnert. Der Motor wird ab 4000 upm lebendig und ab 5000 upm so richtig wach, jetzt geht die Post ab und der Motor dreht willig und gleichmäßig bis in den roten Bereich hinein, dieser beginnt bereits ab 9000 upm, also heißt die Devise: schalten schalten schalten bitte ….

Fällt der Motor während der Fahrt unter die 3000er Drehzahlschwelle sollte sofort heruntergeschaltet werden, denn wer dann einfach in einem hohen Gang Vollgas gibt wird in die Anfangszeit der Einzylinder zurückversetzt und mit strammen Schlägen auf die Kette belohnt. Das können die Premium Hersteller heutzutage deutlich besser, aber nicht vergessen, die Zongshen ist preislich deutlich niedriger angesetzt als z.B. eine KTM. Hubraum sucht man bei dieser Motorisierung vergebens, was also soll bitteschön aus dem Drehzahlkeller heraus passieren?



Wenn man sich an den kleinen aber feinen Triebsatz gewöhnt hat geht es ziemlich zügig über 100 km/h hinaus, im sechsten Gang zeigt mir der Digitaltacho an das die 140 km/h überschritten sind, von diesem Punkt an geht es nun deutlich zäher zu Werke, mit Gegenwind wird es noch viel beschwerlicher, was allerdings auch an meinem Kampfgewicht von knappen 100 Kilogramm liegen könnte. Die Zongshen soll eigendlich eine Reiseenduro sein, allerdings halte ich die maximale Zuladung von nur 150 Kilogramm dafür zu gering, 180 Kilo hätten es gut und gerne sein dürfen. Für Solisten ist die Zuladung mit Gepäck also so gerade eben ausreichend, wer eine Sozia mitnehmen will sollte besser eine sehr schlanke Tanne auswählen und dabei selbst ein Hungerhaken sein.

Die RX 3 fühlt sich in der Stadt und auf der Landstraße so richtig wohl, aufgrund ihrer schlanken Statur und dem geringen Gewicht fällt die Zongshen wie ein Fahrrad in die Kurven und macht richtig viel Laune. Die Autobahn sollte man eher meiden obwohl eine Reisegeschwindigkeit von 130 km/h locker erreicht werden kann. Generell sollte man diesen 26 PS Motor nicht auf Dauer in einem solch hohen Drehzahlniveau halten, so etwas bekommt erfahrungsgemäß keinem kleinen Einzylindermotor, egal von welcher Marke dieser auch sein mag.

Die CST ( Maxxis) Reifen brauchen eine lange Fahrstrecke bis sie endlich auf Temperatur kommen, dann allerdings kleben diese recht gut auf der Fahrbahn und geben eine durchschnittliche Rückmeldung an den Fahrer bzw. an die Fahrerin weiter.

Der Wind- und Wetterschutz ist durch die hohe serienmäßig vorhandene Tourenscheibe sehr gut, nichts knarrt oder vibriert während der Fahrt, das spricht für sich und ist für den Preis der Zongshen schon erstaunlich. Aufgrund der doch sehr harten Sitzbank und des werkseitig sportlich harten Grundsettings der Federelemente brennt mir der Hintern bereits nach 40 Kilometern Fahrstrecke am Stück. Die Sitzmulde gibt ihr übriges hinzu und drückt mir ein wenig auf den Steiß, hier gibt es sicherlich etwas von Ratiofarm bzw. kann ein Sattler behilflich sein, vielleicht bin ich mit meinen 45 Lenzen mittlerweile auch einfach nur zu weinerlich geworden….




Ab 140 km/h wird es auf der Zongshen ein wenig unruhig, ein leichtes Pendeln ist zu spüren und erinnert mich ein wenig an meine schon lange verflossene DR 650 RSE, dort verspürte ich dieses Pendeln allerdings erst ab 160 km/h. Wer ein wenig mit den Grund-Settings des Fahrwerks herumprobiert kann das Pendeln so gut wie verschwinden lassen. Auch die Härte des Fahrwerks kann beeinflusst werden, was aber dazu führen kann das die Fuhre dann eventuell zu weich wird und auf welligen Straßenbelag anfängt zu pumpen, hier ist Geduld und Probieren gefragt dann klappt es auch.

Die Sitzhöhe der RX-3 fällt mit gerade einmal 795 mm erfreulich niedrig aus und verspricht auch kleingewachsenen Fahren bzw. Fahrerinnen einen festen Stand unter ihren Füßen. Auch große Menschen haben auf der Zongshen Platz, ab 190 cm wird es dann aber eng und der Kniewinkel wird sehr spitz, für alle anderen unter diesem Maß gilt: sehr bequem und kommod diese Maschine, außer dem eher strammen Sitzpolster, aber das ist ja jetzt irgendwie subjektiv.




Zusammenfassend kann ich sagen dass die RX-3 ein gelungenes Motorrad ist, die Verarbeitung wie auch das Fahrverhalten sind als gut zu bezeichnen. Dieses Ergebnis zeigt den letzten Skeptikern das auch aus China echte Qualitätsware kommen kann. Für den Kaufpreis erhält der Interessent ein tolles und einwandfrei verarbeitetes Gefährt was nicht jeder sein eigen nennt.

Punktewertung:

0 Punkte = Schlecht
5 Punkte = Sehr Gut


Motor: 4.0/5.0
Getriebe: 4.5/5.0
Fahrwerk: 4.0/5.0
Handling: 5.0/5.0
Bremse: 3.0/5.0 (kein ABS)
Verarbeitung: 4.5/5.0
Spaß - Faktor: 5.0/5.0
Preisleistung: 4.5/5.0

Gesamtwertung: 34,5 / 40 Punkte

Prozent: 86,25% = Schulnote Gut

Technische Daten:

Modellbezeichnung: Zongshen RX-3 250i
Hubraum: 249 ccm
Motortyp: 1-Zylinder 4-Takt, 4-Ventile, Wasserkühlung
Leistung: (KW / PS) 19,11 / 26 bei 8000 upm
Drehmoment: Keine Angaben
Gemischaufbereitung: Elektronische Einspritzung von Delphi, Lambdaregelung
Emissionsklasse: Euronorm 3 (Katalysator im Schalldämpfer)
Kraftstoffverbrauch: 3,4 Liter / 100km (gemessen)
Starter: Elektrostarter
Endantrieb: Kette (o-Ring)
Getriebe: 6 Gang manuell
Vorderradaufhängung: Upside-Down Gabel
Federung hinten: Stahl-Schwinge mit Zentralfederbein, Druck- und Zugstufe einstellbar
Bremse vorne und hinten: Scheibenbremsanlage mit Schwimmsattel
Vorderreifen: 100/90-R18
Hinterreifen: 130/90-R15
Länge (mm): 2080, Höhe (mm): 1230, Breite (mm): 825
Radstand Achse/Achse (mm): 1420
Bodenfreiheit (mm): 210
Sitzhöhe (mm): 795
Maximale Geschwindigkeit (km/h): >140 (Tachoanzeige Vmax = 155 km/h)
Trockengewicht (kg): 155
Zuladung (kg): 150
Sitzplätze: 2
Instrumententafel: Analog / Digital – LED Kontrollleuchten
LED Tagfahrlicht, LED Rückleuchte, LED Nummernschildleuchte, LED Blinker, Warnblinkanlage, 3D Frontscheinwerfer ….

Verkaufspreis inklusive Nebenkosten und Mehrwertsteuer: ab 4.990,00 Euro

Bezugsquelle: http://www.mrmototeam.de

Mein Dank für die Bereitstellung des Testmotorrades geht an: http://www.opel-lammel.de

*Leider keine Bilder während der Fahrt vorhanden, diese werden noch nachgereicht.*

Es grüßt euch euer Potato zwinkern



Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben
HellFire~> » Kreidler Dice 125 ccm, Retro - Feeling pur, original Clip von Kreidler
HellFire~>

Kreidler Dice 125 ccm, Retro - Feeling pur, original Clip von Kreidler
09.08.2016 - 17:52 von Potato








Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben
HellFire~> » 1000 PS-TV [Yamaha MT-10 Fahreindrücke, Test]
HellFire~>

1000 PS-TV [Yamaha MT-10 Fahreindrücke, Test]
25.07.2016 - 11:14 von Potato








Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben
Seiten (32): (1) 2 3 weiter >
Newsarchiv
  • Laberecke

  • Bitte einloggen um hier schreiben zu können.
     
    Potato
    Fahrbericht / Test Zongshen RX-3 250i fertig, ich freue mich, da ich fast nie wirklich Zeit habe hat es doch noch geklappt. Lächeln Demnächst kommt ein Gebraucht Test, also wie immer am Ball bleiben Freunde...... Geil
     
    archiv
  • HellFire Community

 


Idee und Realisierung: Potato @ Frau Antje


Copyright 2016 - HellFire~> Motorrad Fan Clan

tricos.de Suchmaschinenoptimierung


Diese Seite ist zu mindestens 90% kompatibel